Das Projekt

Das Studien- und Begegnungsprogramm EU-Nachbar Belarus (StuBB) wurde im Sommer 2005 auf Initiative von Studierenden der Politikwissenschaft des Instituts für Sozialwissenschaften der CAU Kiel gegründet. Ziel des Programmes ist es seither, das gegenseitige Interesse und Verständnis zwischen belarussischen und deutschen Studierenden auf der Ebene von politikwissenschaftlichem Austausch und persönlichen Kontakten zu fördern und zu intensivieren. Damit wollen wir einen zivilgesellschaftlichen Beitrag gegen die vermeintliche intellektuelle Isolation der belarussischen Studierenden wirken. Gleichzeitig soll aber auch im Sinne des gegenseitigen Kennenlernens deutschen Studierenden vermittelt werden, in einer Diktatur zu leben und zu studieren. Die Notwendigkeit eines solchen regelmäßigen Austausches wird immer wieder durch die politischen Ereignisse in Belarus bestätigt. So zeigen die repressiven Maßnahmen der belarussischen Staatsgewalt im Zuge der letzten Präsidentschaftswahlen vom Dezember 2010 wie dringend das Zusammenwachsen von jungen Menschen gefördert werden muss.

Unser Projekt versucht im Rahmen von regelmäßigen deutsch-belarussischen Projektwochen, die abwechselnd in Kiel und in Minsk stattfinden, einen Raum für Gespräche, gemeinsame Erfahrungen und Freundschaften zu bieten. Dafür bieten wir sowohl politikwissenschaftliche Seminare als auch Begegnungen mit Vertretern aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft in beiden Ländern an.

Beginnend mit unserer ersten Projektwoche in Minsk und Grodno im Sommer 2006 können wir inzwischen mit stolz auf vier erfolgreiche Projektwochen zurückblicken. Darüber hinaus fanden in 2009 und 2010 zwei internationale Sommerschulen in Minsk statt, die von unserem Minsker Partner, dem Institut für Deutschlandstudien organisiert wurden und sich auch einer regen Beteiligung durch Kieler Politikstudenten erfreuten.